Meldung vom 27.03.2026 Die Stadt Plattling geht einen wichtigen Schritt zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Innenstadt: Mit Unterstützung des Bund Länder Programms „Lebendige Zentren“ entsteht ein digitales Leerstandskataster, das künftig als Instrument für strategische Entscheidungen und Fördermaßnahmen dienen wird. Die Regierung von Niederbayern hat hierfür bereits eine Förderung in Aussicht gestellt.
Trotz einer weiterhin guten Grundausstattung an Geschäften ist in der Plattlinger Innenstadt ein Rückgang klassischer Einzelhandelsnutzungen zu beobachten. Damit steigt das Risiko von Leerständen und mindergenutzten Immobilien. Die Stadt reagiert frühzeitig und setzt ein klares Zeichen, dass die Stärkung der Innenstadt aktiv und strukturiert angegangen wird.
Mit der Erstellung des Leerstandskatasters wurde Herr Tobias Hanig als selbstständiger, externer Projektpartner beauftragt. Die Finanzierung erfolgt zu 60% über die Städtebauförderung. Herr Hanig wurde durch ein offizielles Schreiben der Stadt beauftragt und autorisiert, die erforderlichen Daten im Auftrag der Verwaltung zu erheben. Gleichzeitig ist er legitimiert, bei Rückfragen Interessierter vor Ort Auskunft über seine Tätigkeit zu geben – und freut sich auf einen offenen und konstruktiven Austausch.
Im ersten Schritt wird das im Bauverwaltungsamt bereits eingesetzte GEO-Informationssystem RIWA-GIS technisch erweitert, um das Kataster dauerhaft fortschreiben und verwaltungsintern nutzen zu können. Anschließend beginnt die systematische Erfassung aller gewerblichen Immobilien im Innenstadtbereich. Dokumentiert werden sowohl vermietete Objekte als auch Leerstände, ergänzt durch Fotodokumentationen, vorhandene Baupläne sowie zentrale Objektparameter wie Größe, Bauzustand und Nutzungspotenzial. Auf dieser Basis entsteht ein kombiniertes Leerstands‑ und Potenzialkataster, das sowohl bestehende Defizite als auch gezielt Entwicklungschancen der Innenstadt sichtbar macht.
Im zweiten Schritt sollen gezielt jene Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Gewerbetreibenden unterstützt werden, die aktiv etwas an bestehenden Leerständen oder mindergenutzten Immobilien verändern möchten – insbesondere durch konkrete Handlungsempfehlungen und passgenaue Unterstützungsangebote.
Die Ergebnisse der Erhebungsphase sollen im Mai dem neu gewählten Stadtrat vorgestellt werden und bilden die Grundlage für weitere Maßnahmen zur Stärkung der Innenstadt.
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