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Geschichte

 

Plattling ist eine Stadt, deren verkehrsmäßig günstige Lage schon von den Römern erkannt wurde. Der Verlauf ihrer mehr als tausendjährigen Geschichte wurde oftmals von den Wassern der Isar beeinflusst. Nach den Forschungen von Hans Neubauer reichen die ältesten Funde um Plattling zurück in die jüngere Steinzeit (3000 v. Chr.) und in die Urnenfeldzeit (1200 v. Chr.). In der römischen Kaiserzeit (15 v. Chr. bis 450 nach Chr.) hatten die Römer um die Mitte des ersten Jahrhunderts die Donaugrenze mit Kastellen gesichert: Regensburg, Straubing, Künzing und Passau. Entlang dieser Befestigungsanlage legten die Römer Kunststraßen zum Zwecke der Verbindung der Kastelle untereinander und mit dem Hinterlande an. Der Isarübergang bei Plattling war stark geschützt: Brückenkopfanlagen ließen sich beim Schwarzwöhrkeller und bei Höhenrain im Birgfeld und am Biberberg bis in unsere Zeit herein noch erkennen. Diese aus Regensburg kommende und nach Passau führende Straße hatte für das römische Reich als „Grenzstraße“ eine ganz besondere Bedeutung. Noch heute folgt die Bundesstraße 8 mit wenigen Abweichungen dem Verlauf der ehemaligen Römerstraße. Zwischen dem damaligen Reisingerbach und der Isar hatte Alt-Plattling gelegen und wird im Nibelungenlied besungen. Der Dichter des Nibelungenliedes (um 1200) lässt im alten Pledelingen die Königin Kriemhilde übernachten und von ihrem Onkel, dem Passauer Bischof Pilgrim empfangen.
 
 
Die Strophe lautet in der Übersetzung von Simrock:
Dort zu Pledelingen schuf man ihnen Ruh;
Das Volk allenthalben ritt auf sie zu,
man gab was sie bedurften williglich und froh;
Sie nahmen es mit Ehren so tat man bald auch anderswo.
 

 

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