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Nibelungen

 

Die Gastfreundschaft wird auch heute in Plattling noch groß geschrieben. Als kleines Geschenk überreicht man den Gästen den echten Plattlinger Nibelungen-Taler oder einen Kriemhild-Gulden. Eine Königin-Kriemhildtorte ist ebenso in den Cafes zu haben wie eine Hunnentorte. Hunnenwürste erweitern das lukullische Angebot bis hin zu den Nibelungen-Platten, -Spießen und -Pfannen in den Gasthäusern und Hotels.

 

Plattling, auch geographisch im Mittelpunkt des Nibelungenliedes gelegen, hat im Oktober 2001 alle im Nibelungenlied genannten Orte zu einem gemeinsamen Treffen aufgerufen. Dabei wurde in Plattling die Arbeitsgemeinschaft Nibelungenstädte mit dem Arbeitstitel „Internationales Nibelungen-Event-Netzwerk“ gegründet, was sehr großen Zuspruch von allen Beteiligten und auch der Öffentlichkeit fand und regelmäßige Treffen ergab.

 

Königin Kriemhild mit ihrem SohnHöhepunkt für die Plattlinger aber ist das alle vier Jahre stattfindende Nibelungenfestspiel, welches von Josef Widl in eindrucksvoller Weise beschrieben, das Geschehen auf der Freiluftbühne zeigt. Die Bewohner von Plattling schlüpfen vier Tage lang in mittelalterliche Kostüme und spielen ihre Geschichte. Mittelpunkt der Festspieltage ist das Historienspiel auf der Festbühne am Stadtplatz. Rektor Josef Widl nahm den Inhalt der erwähnten Strophe des Nibelungenliedes, in der die Bevölkerung von Pledelingen und Umgebung die Nibelungenkönigin Kriemhild und den Passauer Bischof Pilgrim gastfreundlich aufnimmt, als Grundlage für das Historienspiel. Vor dem Schauspiel begrüßen daher auch die Bewohner von Pledelingen und Umgebung die Königin Kriemhild. Der Bürgerchor der Stadt, die Kinder aus Pledelingen, die Bauern aus der Umgebung und Zigeuner mit Gauklern, Hexen und Magiern machen der Nibelungenkönigin ihre Aufwartung.

 

Das Zusammentreffen von Königin Kriemhild und Bischof Pilgrim hat damals wie heute viele Leute in die Stadt gezogen. Der untere Stadtplatz und das Zentrum von Plattling werden für vier Tage in einen mittelalterlichen Lager-, Turnier- und Spielplatz verwandelt. Die wilden Hunnen haben ihr Lager aufgeschlagen und bewirten die Gäste täglich mit Spanferkelbraten, Hunnenbier und Hunnenwürsten.

 

 

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