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Geschichte

 

Ehrenvoll für den Markt war die Verleihung des Wappens im Jahre 1506 Herzog Albrecht IV. von Bayern belohnte die Plattlinger Bürger für deren Treue, da sie seinem Gegner, dem Pfälzer Rupprecht, die Unterwerfung verweigerten. Die Einzelheiten des Wappens haben einen tieferen Sinn. Über dem Schild thront der Helm, das Zeichen der Ritterlichkeit und Vornehmheit. Der Schild ist raumgeteilt; die weißblaue Raute des oberen Teils weist auf die Zugehörigkeit zum Bayernland hin; die drei Berge haben wohl Bezug auf die nahen Berge des bayerischen Waldes; die drei Lilien versinnbildlichen die reine treue Gesinnung.
 
Am 9. August 1888 konnte in der Magistratssitzung zu Protokoll gegeben werden: „Die gelangte hohe Regierungsentscheidung vom 2. August, inhaltlich welcher sich im Namen Seiner Majestät des Königs Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold, des Königsreichs Verweser, laut allerhöchster Entschließung d. d. München den 28 Juli 1888 bewogen befunden haben allerhöchst zu genehmigen, dass Plattling fortan die Bezeichnung Stadt führe, wurde in der heutigen Sitzung bekannt gegeben. Der Magistrat beschließt der allerhöchsten Stelle den Dank für die große Huld und die Gnade durch die Deputation Mitglieder des Magistrats und des Gemeindekollegiums dazubringen und vorher an Seine Exzellenz den königlichen Staatsminister Freiherr von Freilitsch um Mitteilung des Tages und der Stunde, wann die Audienz bewilligt werden soll, Anfrage zu stellen. Über die aus Anlass dieses hocherfreulichen Ereignisses zu veranstaltende Festlichkeit soll erst nach Ende der Erntezeit Beschluss gefasst werden.“
 
1745, in der Zeit als Bayern vorübergehend unter der Herrschaft Österreichs stand, erschien die österreichische Kaiserin Maria Theresia in Plattling, um sich vom Volk huldigen zu lassen. Sie erkrankte aber und lag 14 Tage lang im Gasthaus zur Post an Fieber darnieder; die Bürgerschaft tat alles zur Pflege der hohen Frau und diese bedankte sich mit einem ansehnlichen Geldgeschenk. Die Haushistorie weiß noch zu erzählen, dass im „Gasthaus zur Post“ auch Napoleon der I. sich eine Nacht wohlig in den damals gewiss nicht weichen Betten geräkelt haben soll.
 
Unter den großen Söhnen Plattlings kann in diesem Rahmen nur an Dr. Eduard Stemplinger gedacht werden, der hier am 6. Januar 1870 geboren wurde. Tausende von Zeitungsbeiträgen und 60 Bücher stammen aus seiner Feder. Als Oberstudiendirektor, Schriftsteller und volkstümlicher Dichter stand er immer im pulsierenden Leben. Wer kennt nicht sein heiteres Singspiel „Die Tegernseer im Himmel“, das auch verfilmt wurde. An diesen großen Sohn der Stadt erinnern heute eine Straße in der Nähe des Wasserturmes und eine im Juli 1992 enthüllte Gedenktafel am Geburtshaus, Preysingplatz 4.

 

 

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