Stadt Plattling Stadt Plattling

Nibelungenmeile

Künstlersymposium

Die Nibelungenstadt Plattling führt seit dem Jahr 2004 in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler Hubert Huber internationale Künstlersymposien mit Künstlerinnen und Künstlern durch, die sich mit der Geschichte der Nibelungen auseinandersetzen.

2004 wird mit Königin Kriemhild und Ihrem Onkel, dem Passauer Bischof Pilgrim begonnen, die sich laut Nibelungenlied in Plattling (Pledelingen) trafen.

Beim zweiten Plattlinger Künstlersymposium im Jahr 2006 wurde die Nibelungen-Thematik mit dem Motto „Burgunder-König Gunther und Wallküre Brunhild“ weitergeführt.

Im Jahr 2010 widmeten sich die Künstler ganz dem Thema „Drache“ und im Jahr 2012 wurden Kunstwerke zum „unbekannten Dichter des Nibelungenliedes“ gefertigt. Im bislang letzten Künstlersymposium im Jahr 2018 wurde den Künstlern das Thema „Alberich und der Nibelungenschatz“ vorgegeben.

Von den jeweiligen Bewerbungen (Biografie und Idee) werden vom Jurygremium (Fach- und Sachpreisrichter) die Projekte ausgewählt, die während des Symposiums umgesetzt werden. In der Nibelungenstadt Plattling werden von überregional renommierten, professionellen Künstlerinnen und Künstlern auf dem Stadtplatz die Kunstwerke zu den jeweiligen Themen gefertigt. Die Öffentlichkeit, Schulen und Kindergärten können den Künstlern dabei über die Schulter blicken.

Nach der Präsentation werden die Kunstwerke im öffentlichen Raum der Stadt Plattling präsentiert. Die Bewohner und Besucher der Stadt können sich mit zeitgenössischer Kunst auseinandersetzen und sich an den Skulpturen erfreuen.

Besonderer Dank geht an die unterstützenden Förderstellen des Kulturfonds Bayern, der Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern, dem Landkreis Deggendorf, der Euregio, den vielen privaten Sponsoren und Unterstützer des Künstlersymposiums und letztendlich dem Berufsverband Bildender Künstler mit seinem Vorsitzenden Hubert Huber.

2004 Kriemhild und Pilgrim

Künstler: Korbinian Huber

Titel: Bischof Pilgrim

Beschreibung: Bischof Pilgrim überquert von Passau kommend die Isar bei Plattling auf einer Nache und begrüßt am Plattlinger Isarufer seine Nichte, die Nibelungenkönigin Kriemhild.

Material: in Plattling gewachsene Eiche

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Tom Kus (CZ)

Titel: Herr Pilgrim Nr. 1

Beschreibung: Bischof Pilgrim Nr. 1 in der Maske des Wolfes mit einer Feueraktion bei der Präsentation.

Material: Stahl/ Eisen/ Steinfindling

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Roger Löcherbach

Titel: Nibelungeneiche

Beschreibung: Im größten deutschen Heldenepos, dem Nibelungenlied, wird Plattling als gastfreundliche Stadt hoch gelobt. Das Aufeinandertreffen von Bischof Pilgrim und Königin Kriemhild an der Bistumsgrenze in Plattling und weitere Szenen werden in der Nibelungeneiche visualisiert.

Material: in Plattling gewachsene Eiche

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Georg Stifter (A)

Titel: Begegnung von Königin Kriemhild und Bischof Pilgrim

Beschreibung: Die stilisierten, stählernen Lebenshüllen von Königin Kriemhild und Bischof Pilgrim sind voll mit Nöten und Sorgen – Steine, die jedem Menschen vom Herzen fallen sollten …

Material: Stahl/Steine

Standort: im Mühlbachpark entlang der Dr.-Zacher-Straße

2006 Gunter und Brunhild

Künstler: Hanuš Lamr (CZ)

Titel: Gunter und Brunhild

Beschreibung: Motorsägearbeit an massiven Baumstämmen und anschließender Bemalung.

Material: Lindenstämme bemalt

Standort: Früher Michaeli-Kindergarten, das Kunstwerk wurde aufgrund starker Verwitterung entsorgt

Künstler: Remo Leghissa

Titel: Brunhildes Schmähung

Beschreibung: Das Innenleben entspricht einem architektonischen Skelett aus VA-Rohr. Darüber wird in 3 – 5 mm Blechen die „Haut“ gezogen, verschweißt und geschliffen in Edelstahl.

Material: Stahl/Granit

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Ulrike Ströbele

Titel: Die Geschichte ruht

Beschreibung: „Attribute“ von Brunhild (Schild, Speer, Ring, Gürtel) und Gunter (Krone, Wein, Gewand) bleiben zurück auf einem Sockel, auf dessen Seitenflächen die Geschichte skizziert ist.

Material: 140 x 140 cm Kalkstein

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Alfred Seidel

Titel: Schichtungen

Beschreibung: Ein Relief zum Gunter-Brunhild Mythos – aus Bronze gegossen – Aufgrund eines Fehlgusses sind nur noch Fragmente der Skulptur vorhanden.

Material: Bronzeguss

Standort: im Garten des Bürgerspitals Plattling

2010 Drache

Künstler: Maximilian Haller

Titel: Ent-Rüstung

Beschreibung: Stahlbleche werden verschweißt – ein Drache in Ritterrüstung entsteht – präsentiert auf Granitfindling.

Material: Stahl/Granit

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Katrin Gschwendtner (A)

Titel: In Erwartung

Beschreibung: Fafnir erwartet den Kampf mit Siegfried.

Material: Marmor

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Kirsten Plank

Titel: Drachen

Beschreibung: Gemalte Collage aus den Gewändern der Nibelungen-Schauspieler Plattlings.

Material: Acryl auf Platte

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

2012 der unbekannte Dichter des Nibelungenlieds

Künstler: Robert Hübner (A)

Titel: Verschollenes Wort

Beschreibung: Die Grundform der Betonplatte ist eine hochformatige Raute, die Formen aus Vollaluminium erscheinen wie freigelegte mystische Runen oder Noten eines Liedes. Gleichzeit ergibt sich aus der Form ein abstrahiertes Symbol eines Fingerabdrucks, das Zeichen der Urheberschaft schlechthin …

Material: Beton, Aluminium

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Michael Lauss (A) (D)

Titel: Der unbekannte Dichter

Beschreibung: Der Sockel besteht aus Granit, darauf werden Eichenholzteile mittels Holzdübeln so zusammengefügt, dass die dadurch entstehende Form das Bild des Unbekannten Dichters ergibt.

Material: Eiche, Granit

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Rike Scholle-Eduard Deubzer, Atelier Scholle Deubzer

Titel: Der unbekannte Dichter

Beschreibung: Der unbekannte Dichter als Skulptur in Glas mit rechteckigem Querschnitt. Diese Grundform symbolisiert die Neutralität in Bezug auf die Person des Dichters. Da dieser körperhaft nicht eindeutig fassbar ist, ist Glas das ideale Material um dieses Zwischenstadium von materiell vorhanden und gleichzeitig durchsichtig, Hintergrund mit einbindend und nicht eindeutig abgrenzbar, darzustellen. Zwischen dem schwarzen Balken un dem oberen Ende der Skulptur werden Fragmente des Nibelungenlieds zwischen die Scheiben als Ausdruck der geistigen Entstehung kreativer Gedanken gemalt.

Material: Glas, Metall

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

Künstler: Gabi Hanner

Titel: Kopf des unbekannten Dichters

Beschreibung: Skulptur mit auf der Kappe aufgestempelten Gedichtzeilen aus dem Nibelungenlied, in welchem Plattling erwähnt wird. Die Figur, bei der das Gesicht unter der Kappe verborgen ist, symbolisiert den unbekannten Dichter des Nibelungenliedes. Er ist sozusagen „der Dichter auf dessen Kappe das Nibelungenlied geht“.

Material: Keramik, Granit

Standort: P&R Anlage entlang der Bahnhofstraße

2018 Zwergenkönig Alberich und der Schatz der Nibelungen

Künstler: Wolfgang Auer

Titel: Der Falke in Kriemhilds Traum

Beschreibung: Kriemhild mit Zwergenkönig Alberich und einem Falken. Dieser erschien Kriemhild in einem Traum. Der Falke steht als Jagdsymbol, als Bote des Lichts und als Krafttier (erspäht Chancen und Möglichkeiten).

Material: Bronze patiniert

Höhe ca. 30 cm

Standort: nach Fertigstellung im neuen Rathaus

Künstler: Alexander Hintersberger

Titel: Alberich

Beschreibung: Zwergenkönig Alberich knieend, hinter seinem Schatz. Er hält ihn fest und zugleich zeigt er ihn her.

Material: Bronze patiniert

Höhe ca. 30 cm

Standort: nach Fertigstellung im neuen Rathaus

Künstler: Christine Perseis

Titel: Selig in Lust und Leid lässt - Die Liebe nur sein.

Beschreibung: Der Ring. Formen, Reduktion & Abstraktion eines großartigen Werkes. Ein Lied. Ein Satz. Ein Schatz. Und – Alberichs Zwergenmütze als Diamantspitze.

Material: Bronze patinert

Höhe ca. 30 cm

Standort: nach Fertigstellung im neuen Rathaus

2020 Drachentöter Siegfried und/oder Hagen von Tronje

Künstler: Manfred Hellweger

Titel: Balmung vs. Fafnir

Beschreibung: Die Skulptur stellt den Kampf zwischen Siegfried und dem Drachen dar. In der Nibelungensage trägt das Schwert Siegfrieds den Namen „Balmung“ und der Drache den Namen „Fafnir“. Der rote Tropfen verweist auf die übermenschlichen Fähigkeiten Siegfrieds, die er durch das Blut des Drachen erlangte. Das Auge des Drachen wird ebenfalls farblich hervorgehoben um den Kontrast zum naturbelassenen Holz zu verstärken.

Material: Eichenstamm mit einer Länge von ca. 350 cm und einem Durchmesser von ca. 50 cm

Höhe ca. 350 cm, Breite ca. 50 cm, Tiefe ca. 35 cm

Standort: Vorerst am Ludwigplatz unter den Kastanienbäumen

  

Künstler: Michael Rofka

Titel: Eschenspeer

Beschreibung: Gunther musste sich mit Brunhildes übermenschlichen Kräften auch im Kampf mit der Lanze messen. Nur mit der heimlichen Hilfe Siegfrieds konnte er sie überwinden. Siegfried wurde von Hagen mit seiner eigenen Eschenlanze hinterrücks ermordet. Ein Kreuz, das Kriemhild in sein Gewand eingenäht hatte, zeigte seine einzige verwundbare Stelle.

Material: Der Entwurf besteht aus einem Speer (bzw. Lanze) aus Eschenholz, übermenschlich lang d.h. 4 m. Die Spitze aus Stahl steckt im Zentrum eines Kreuzes am Boden. Der Speer steckt in diesem leicht schräg. Das Kreuz ist nach außen leicht nach oben gewölbt. Es wird aus Beton gefertigt und ist gleichzeitig der sichtbare Teil eines Fundamentes. Die im Kreuz steckende Spitze wird mit Stahlelementen im Betonfundament verschweißt. Esche ist zwar ein stabiles Holz, trotzdem wird der Schaft zusätzlich mit einem Flacheisen versehen das der Länge nach in einen Kettensägeschlitz eingesetzt wird. Sichtbar ist also nur die schmale Seite (5 mm).
Holz (Esche), schlanker Stamm von 20 - 25 cm Durchmesser 4 - 4,5 m lang, Stahlblech 2 mm 0,5 qm und weitere Stahlelemente, Armierungseisen für das Fundament aus Beton.

Höhe ca. 4 m, Kreuz am Boden 1 x 1 m

Standort: Vorerst am Ludwigplatz unter den Kastanienbäumen

  

Künstler: Ulrike Ströbele

Titel: Hagen von Tronje
Hagen wird beim Symposium modelliert.

Beschreibung: Die Skulptur wird aus einer keramischen Masse modelliert. Hagen von Tronje, in seiner ganzen Überlegenheit, als Büste, verewigt. Statisch gesichert wird der Grundstock aus Ton aufgebaut, Details entstehen spontan im Kontext mit dem Umfeld.
Hagen wird beim Symposium als Feuerskulptur enthüllt. In einem transportablen Brennofen wird die Plastik vor Ort gebrannt. Der Höhepunkt des ca. 12 stündigen Brennvorganges ist die glühende Enthüllung in der Dunkelheit. Bei über 1000°C Temperatur wird der Brennofen gehoben. In der zu bestaunenden Abkühlungsphase verändert die Keramik ihr Bild von Weißglut über gelb, orange, rot, zu starken Kontrasten mit schwarz.

Material: Baukeramik, mit Steinsockel

Gesamthöhe ca. 180 cm

Standort: Vorerst am Ludwigplatz unter den Kastanienbäumen

  

Künstler: Markéta Váradiová

Titel: Siegfried und Hagen

Beschreibung: Beide Helden der Geschichte, Siegfried und Hagen, sind Teil von jedem von uns. Ich sehe sie als zwei Seiten derselben Medaille, K. G. Jungs Archetyp: Persona und Schatten. Um diese Idee auszudrücken, habe ich mich für unbearbeiteten Naturstein entschieden, der auf der einen Seite das Bild von Siegfried und auf der anderen Seite Hagen trägt. Die Bilder in Stein (Kalkstein) werden durch ein Gitter aus vielen kleinen Bohrlöchern erzeugt. Siegfried ist aktiv und trägt starke positive Energie.
Seine Seite des Steins ist nach Süden ausgerichtet, die Sonnenstrahlen fallen direkt darauf. In die Bohrlöcher sind Glasperlen eingebettet und versiegelt, die bei guten Lichtverhältnissen aufleuchten. Hagen ist eine dunkle Figur. Seine Seite des Steins zeigt nach Norden, liegt im Schatten, die Bohrlöcher sind mit schwarzer Farbe gefüllt.

Material: Kalkstein und Glas

Höhe 2,5 m

Standort: Vorerst am Ludwigplatz unter den Kastanienbäumen

  

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