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Preysingdenkmal

Johann Conrad Graf von Preysing-Lichtenegg-Moos, Sohn von Johann Maximilian Graf von Preysing-Lichtenegg-Moos und Anna Gräfin Waldburg-Zeil, wurde am 16.03.1843 in Schloss Zeil geboren.

Johann Conrad Graf von Preysing-Lichtenegg-Moos hat sich als Reichsrat in Berlin zusammen mit Bischof Ketteler im Kulturkampf für die Katholische Kirche eingesetzt. Den Belangen seiner niederbayerischen Heimat galt sein größtes Interesse. Insbesondere war er in vollem Einsatz für den Wiederaufbau der Stadt Plattling nach dem damaligen Brand. Ebenso hat er beim Reichstag durchgesetzt, dass Plattling zum Eisenbahn-Knotenpunkt wurde. Auch die Gründung der Feuerwehr und des Kolpinghauses (jetzt Bischofshof) ist sein Verdienst.

Er war verheiratet mit Christiane Gräfin v.u.z. Arco-Zinneberg und hatte zehn Kinder (fünf Söhne und fünf Töchter), davon sind zwei Söhne im Ersten Weltkrieg gefallen, ein Sohn starb vor Vollendung seiner Volljährigkeit, zwei Töchter waren Klosterfrauen in Sacre Coeur, eine Tochter war verheiratet mit Ernst Graf Harrach, ein Sohn - Georg Graf von Preysing-Lichtenegg-Moos - heiratete ihre Königliche Hoheit Prinzessin Gundeline von Bayern. Er ist der Großvater von Maria Gräfin v.u.z. Arco-Zinneberg. Er verstarb am 06.06.1903 in München.

Zum Dank für seine Verdienste ernannte die Stadt Plattling 1901 Johann Conrad Graf von Preysing-Lichtenegg-Moos zum Ehrenbürger und enthüllte am 09. Juli 1907 ein Denkmal, was allerdings im Krieg eingeschmolzen worden ist. Seit dem Jahre 1983 steht es wieder in neuem Glanze vor dem Rathaus und erinnert an den Gönner der Stadt.

Im Jahre 2002 schrieb die Plattlinger Kunsthistorikerin Magistra Artium Christina Pfeffer ihre Magisterarbeit über "das Preysingdenkmal von Georg Busch in Plattling". Frau Pfeffer wurde dafür mit dem ersten Geschichtsförderpreis der Stadt Plattling ausgezeichnet. Die Arbeit befindet sich im Stadtarchiv von Plattling und ist auf Wunsch einsehbar.