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Klärschlammverwertung

KSI: Klärschlammverwertung im Verbund an der Kläranlage Plattling zur Deckung des Eigenstrombedarfes auf dem Gelände der Kläranlage.

Die Kläranlage Plattling wurde in den letzten Jahren generalsaniert. Der Bereich der Schlammentwässerung wurde von den Sanierungsarbeiten der Kläranlage ausgeklammert, weil der Landkreis Deggendorf eine Klärschlammstudie für die angehörigen Gemeinden in Auftrag gegeben hat. Nachdem die Klärschlammstudie des Landkreises zeigte, dass die Kläranlage der Stadt Plattling Kapazitäten zur Aufnahme des Klärschlamms aus den Nachbargemeinden frei hat und die Gemeinden Otzing, Oberpöring, Stephansposching, Moos und Buchhofen an einem Klärschlammverbund interessiert sind, wurden die Gemeinden bei den Planungen für die Ertüchtigung der Schlammentwässerung auf der Kläranlage Plattling berücksichtigt. Die Klärschlammentsorgung soll zukünftig im Verbund mit den umliegenden Gemeinden über die Clusterkläranlage der Stadt Plattling erfolgen.

 

Derzeit wird der Klärschlamm mit einer Kammerfilterpresse entwässert. Anschließend wird der entwässerte Klärschlamm, der mit Kalk stabilisiert ist, extern weiter getrocknet und einer Verbrennungsanlage zugeführt.

 

Die Entwurfsplanung sieht vor, dass die Schlammentwässerung der Kläranlage Plattling über ein zwei-straßiges System aufgebaut werden soll. Neben dem redundanten Betrieb soll die neue Klärschlammbehandlung als gekapseltes System erfolgen, um die Betriebssicherheit aufrechtzuerhalten und, um die Behandlung geruchsfrei zu gestalten. Dazu muss das bestehende Klärschlammgebäude entsprechend umgebaut und ertüchtigt werden.

 

Das Umbaukonzept sieht als neues Entwässerungsverfahren zwei Zentrifugen vor, die ca. 3.000 kg/Tag Schlamm entwässern, sodass die Anlagen ausreichend Kapazität aufweisen, die gesamten Schlammmengen an einem Arbeitstag zu entwässern, mit einer Reserve von 15 % für die künftige Stadtentwicklung. Mit den neuen Zentrifugen wird auch ein höherer Trockengehalt erzielt, was sich positiv auf den späteren Transport auswirkt. Am vorhandenen Schlammlagerplatz wird ein neues Schlammstapel- und Verladesystem errichtet, welches komplett geschlossen ist. Zur Anlieferung des Klärschlamms ist der Einbau einer Kanalannahmestation erforderlich.

Um die erhöhte Stickstoffrückbelastung im Filtratwasser durch den „importierten Schlamm“ (Größenordnung ca. 5.000 EW) reduzieren zu können, ist die Behandlung im Hauptstrom der Kläranlage vorgesehen. Hierzu muss Kohlenstoff in die Denitrifikation dosiert werden, um den Stickstoff biologisch eliminieren zu können. Die Ausbaugröße der Kläranlage ist hierfür ausreichend. Anlagentechnisch muss die Kapazität der Kohlenstoffquelle (C-Dosierung) erweitert werden. Es ist ein 26 m3 großer, neuer Vorratstank geplant, welcher mit Rohrleitungen an die bestehenden Becken angeschlossen wird. Der Voreindicker wird mit GFK abgedeckt und die Abluft wird mittels eines Biofilters gereinigt.

 

Durch die zusätzliche Strom- und Wärmeerzeugung aus der Klärgasverstromung ergeben sich Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen. Der Bau und Betrieb der neuen Anlagen ist ein zentraler Bestandteil der langfristigen Klimastrategie der Stadt Plattling. Die Deckung des Eigenstrombedarfs reduziert den CO₂-Ausstoß, schont Ressourcen und trägt dazu bei, die gesetzlichen Klimaziele zu erreichen.

 

Für die Sanierung und Ertüchtigung der Klärschlammbehandlung auf der Kläranlage Plattling wurde bei der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) ein Förderantrag gestellt. Der Zuwendungsbescheid mit dem Förderkennzeichen 67K30367 wurde bewilligt. Die Laufzeit des Vorhabens ist von 2026 bis 2030 geplant.

 

Nationale Klimaschutzinitiative

 

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Über folgenden Link zur Website der Nationalen Klimaschutzinitiative können weitere Informationen zur Kommunalrichtlinie abgerufen werden.

Kommunalrichtlinie | Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit

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