Meldung vom 11.08.2026 Pläne für das Wohnzimmer der Stadt werden konkret
Pläne für das Wohnzimmer der Stadt werden konkret
PLATTLING. „Wir sind heute unserem neuen Wohnzimmer ein großes Stück nähergekommen“, erklärte Bürgermeister Hans Schmalhofer nach der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause. Der Stadtrat hat am 27. Juli die Planungsleistungen für die Neugestaltung des Stadtplatzes an das Berliner Büro SINAI Gesellschaft von Landschaftsarchitekten vergeben. Die Planer aus der Hauptstadt arbeiten jetzt bis in den Winter hinein die Details der Baumaßnahme aus, die Plattlings Stadtkern von 2027 bis 2030 begleiten wird.
Zuvor hatten Plattlings Bürgerinnen und Bürger das Wort. Im Rahmen einer Bürgerwerkstatt bereits im Jahr 2023 wurden Wünsche aufgenommen, wie der Platz in Zukunft genutzt werden soll: Barrierefreiheit, eine bessere Aufenthaltsqualität, eine ausreichende Anzahl an Parkplätzen, der Erhalt der Bäume und bessere Möglichkeiten für Feste und Veranstaltungen waren damals die Forderungen.
Wünsche der Bürger berücksichtigt
„Genau das haben wir den Teilnehmern des Realisierungswettbewerbs zur Neugestaltung unserer Stadtmitte in die Anforderungen geschrieben“, so der Bürgermeister. Im Herbst 2025 beteiligten sich acht Planungsbüros und stellten ihre Ideen vor. Eine Fachjury wählte daraus einen Siegerentwurf: Das Büro Sinai aus Berlin konnte überzeugen. Die Planer aus der Hauptstadt schaffen vor Kirche, Rathaus und Bürgerspital großzügige Räume, damit die markanten Gebäude zur Geltung kommen. Darüber hinaus ermöglicht die offene Platzgestaltung sowohl größere Feste wie dem historischen Markt, aber auch zahlreiche Ecken mit hoher Aufenthaltsqualität.
Seit der Preisgerichtssitzung im letzten Herbst hat die Verwaltung mit den Planern an den Empfehlungen der Jury sowie dem Vertragsentwurf für die konkrete Planung der Neugestaltung gearbeitet. Bei der letzten Sitzung vor der Sommerpause konnte der Stadtrat mit einer großen Mehrheit den Planungsvertrag mit Sinai absegnen. „Auf die Planer wartet jetzt ein arbeitsreicher Sommer“, so Bürgermeister Schmalhofer. Jetzt geht es darum alle Aspekte des siegreichen Konzeptentwurfes im Detail auszuarbeiten und im Winter 2026/27 mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Erst dann ist eine Ausschreibung von Bauleistungen und damit eine finale Kostenschätzung möglich. „Natürlich haben wir den Planern einen Kostenrahmen vorgegeben“, so der Bürgermeister weiter. Er zog eine Parallele zum Hausbau, wonach der Hauspreis auch erst nach der konkreten Planung ermittelt werden könnte. „Unsere Aufgabe ist es, wie beim privaten Hausbau, den Architekten konkrete Vorgaben zu machen, damit wir uns die Neugestaltung am Schluss auch leisten können“, sagt Schmalhofer abschließend.
Stadtrat beschließt Planungsvertrag mit großer Mehrheit
Umso bemerkenswerter ist das Verhalten einiger Stadträte, die die Sitzung unter Protest verließen und fehlende Informationen kritisieren. Laut der von allen Stadträten beschlossenen Geschäftsordnung kann im Vorfeld von Sitzungen Akteneinsicht beantragt werden. Bis zur Sitzung wurde jedoch von niemandem Antrag auf Akteneinsicht gestellt. Die Kritik im Nachgang ist daher nicht nachvollziehbar.
Nach der offiziellen Vertragsunterzeichnung in diesen Tagen startet das Büro Sinai mit den Detailplanungen. Parallel dazu werden weitere Gewerke detailliert. Denn neben den Oberflächen (und nur die hat der Stadtrat am 27. Juli vergeben) sollen in einem Zug im Untergrund Rohre, Kabel und Leitungen erneuert werden. Dazu arbeiten alle zusammen: Stadt, Stadtwerke und zahlreiche andere Versorger. „Wir wollen das in einem Aufwasch erledigen“, sagt der Bürgermeister, „damit wir nicht in einigen Jahren wieder Löcher graben müssen.“
Breite Information zur Neugestaltung geplant
Der Stadtrat hat den Planungsvertrag jetzt genehmigt. Im Winter 2026/27 will Bürgermeister Hans Schmalhofer die Bürgerinnen und Bürger über Details der Neugestaltung informieren. „Wir wollen über alle Medien informieren und natürlich wird die Stadtplatz Neugestaltung auch Thema in der nächsten Bürgerversammlung sein“, so das Stadtoberhaupt. Insbesondere werden Stadt und Planungsbüro die Nutzer des Platzes, u. a. die Vereine beim historischen Markt, die Marktbeschicker etc., engmaschig über die Planungen informieren.
Kategorien: Bekanntmachungen
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